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Erste-Hilfe: Freihalten der Atemwege
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[Erste-Hilfe Quiz]
Freimachen und Freihalten der Atemwege
Überstrecken des Kopfes
Durch das Zurücksinken des Zungengrundes können beim Bewußtlosen
die Atemwege verlegt werden. Deshalb muß
bei jedem Bewußtlosen sofort der Kopf vorsichtig im Nacken nach hinten
überstreckt werden. Insbesondere bei eingeklemmten Personen kommt
dieser Maßnahme eine besondere Bedeutung zu, da hier nicht die Möglichkeit
einer stabilen Seitenlage besteht. In einer
solchen Situation muß der Kopf bis zur Befreiung oder dem Eintreffen
professioneller medizinischer Hilfe in dieser Position gehalten werden.
Oft setzt bereits nach dem Überstrecken des Kopfes die Spontanatmung
wieder ein. Zur Überstreckung des Kopfes wird mit einer Hand der Unterkiefer
des Verletzten umfaßt, die andere Hand dient situationsangepaßt
als Widerlager. Der Kopf muß mit Hilfe beider Hände vorsichtig
nackenwärts gedreht werden. Bei Seitenlagerung wird diese Kopfstellung
durch eine unter das Kinn des Verletzten geschobene Hand fixiert, ansonsten
muß der Kopf von einem Helfer in dieser Situation gehalten werden.
Achtung
Bei dem Verdacht auf Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule ist
besondere Vorsicht geboten. Ist eine ausreichende Spontanatmung vorhanden
sollte in dieser Situation zur Vermeidung von Folgeschäden (Querschnittslähmung)
ganz auf das Überstrecken des Kopfes verzichtet werden. In einer solchen
Situation muß der Kopf des Verletzten durch einen Helfer kontinuierlich
in Richtung der Körperlängsachse des Verletzten unter Zug gehalten
werden. Wird ein Überstrecken des Kopfes zur Sicherstellung oder Wiederherstellung
der Vitalfunktion Atmung notwendig, so muß
beim vorsichtigen Überstrecken zusätzlich ein kontinuierlicher
Zug in Verlängerung der Körperlängsachse des Verletzten
ausgeübt werden. Dieser Zug darf auf keinen Fall bis zur Immobilisierung
des Halswirbelsäulenbereiches durch den Rettungsdienst unterbrochen
werden.
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