Startseite

Einsatzsimulationen
  Fallbeispiel I
  Fallbeispiel II

Diplomarbeit
  Rettungsdienstausbildung

Cliparts und Fotos
  Cliparts

Begriffe
  Rettungsdienst
  Notfallmedizin
  Krankenwagen
  Rettungswagen
  Notarztwagen
  Rettungshelfer
  Rettungssanitäter
  Rettungsassistent

Erste-Hilfe: Freihalten der Atemwege


 
Erste Hilfe - online
[Start] [Inhaltsverzeichnis] [Stichwortverzeichnis] [Erste-Hilfe Quiz]

Freimachen und Freihalten der Atemwege


Überstrecken des Kopfes

Durch das Zurücksinken des Zungengrundes können beim Bewußtlosen die Atemwege verlegt werden. Deshalb muß bei jedem Bewußtlosen sofort der Kopf vorsichtig im Nacken nach hinten überstreckt werden. Insbesondere bei eingeklemmten Personen kommt dieser Maßnahme eine besondere Bedeutung zu, da hier nicht die Möglichkeit einer stabilen Seitenlage besteht. In einer solchen Situation muß der Kopf bis zur Befreiung oder dem Eintreffen professioneller medizinischer Hilfe in dieser Position gehalten werden. Oft setzt bereits nach dem Überstrecken des Kopfes die Spontanatmung wieder ein. Zur Überstreckung des Kopfes wird mit einer Hand der Unterkiefer des Verletzten umfaßt, die andere Hand dient situationsangepaßt als Widerlager. Der Kopf muß mit Hilfe beider Hände vorsichtig nackenwärts gedreht werden. Bei Seitenlagerung wird diese Kopfstellung durch eine unter das Kinn des Verletzten geschobene Hand fixiert, ansonsten muß der Kopf von einem Helfer in dieser Situation gehalten werden.

Achtung
Bei dem Verdacht auf Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule ist besondere Vorsicht geboten. Ist eine ausreichende Spontanatmung vorhanden sollte in dieser Situation zur Vermeidung von Folgeschäden (Querschnittslähmung) ganz auf das Überstrecken des Kopfes verzichtet werden. In einer solchen Situation muß der Kopf des Verletzten durch einen Helfer kontinuierlich in Richtung der Körperlängsachse des Verletzten unter Zug gehalten werden. Wird ein Überstrecken des Kopfes zur Sicherstellung oder Wiederherstellung der Vitalfunktion Atmung notwendig, so muß beim vorsichtigen Überstrecken zusätzlich ein kontinuierlicher Zug in Verlängerung der Körperlängsachse des Verletzten ausgeübt werden. Dieser Zug darf auf keinen Fall bis zur Immobilisierung des Halswirbelsäulenbereiches durch den Rettungsdienst unterbrochen werden.


<<zurück | Inhaltsverzeichnis | weiter >>

Copyright by Grafik Team 2007 © - Kontakt

 
 

Rettungsdienst-interaktiv.de Impressum