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Erste-Hilfe: Schädel-Hirn Verletzungen


 
Erste Hilfe - online
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Schädel Hirn Verletzung

Eine Schädel-Hirn-Verletzung entsteht durch Gewalteinwirkung auf den Kopf. Dabei kommt es neben den meist oberflächlich sichtbaren  Verletzungen  zu Frakturen (Brüche) des knöchernen Schädels und teilweise auch zu direkter Verletzung der Hirnsubstanz. In jedem Fall treten bei einer Schädel-Hirn-Verletzung Funktionsstörungen des Gehirns auf.
Die Schwere einer Schädel-Hirn-Verletzung kann in der Regel nicht von den äußerlich sichtbaren Verletzungen abgeleitet werden. Beim Schädel-Hirn Trauma muß nach dem eigentlichen Unfallereignis mit der Entwicklung von Blutungen innerhalb des Schädels und einem Anstieg des Hirndrucks gerechnet werden. Diese Prozesse sind lebensbedrohlich und führen zu weiteren Hirnschädigungen, oft erst lange nach dem Unfall. Da die Atmung durch einen Bereich des Gehirns gesteuert wird, der sich unmittelbar über dem Hinterhauptsloch befindet, wird dieser Bereich beim Anstieg des Hirndruckes im Hinterhauptsloch eingeklemmt. Schwere Atemstörungen oder Atzemstillstand sind die Folge.

Erkennen einer Schädel Hirn Verletzung

  • Unfallhergang
  • Eine deutliche Beule oder Delle am Schädel
  • Austritt von Hirnmasse
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Erinnerungslücke
  • Bewußtseinsbeeinträchtigung oder Bewußtseinsverlußt
  • Pupillendifferenz zwischen dem rechten und linken Auge
  • ein- oder beidseitige Pupillenstarre
  • Atemstillstand


Bei Schädelbasisfrakturen treten oft isolierte Sickerblutungen aus Nase, Ohren oder Rachenhinterwand auf. 
Teilweise prägt sich ein sogenanntes Brillen oder Monockelhämatom aus (siehe Abb)

Maßnahmen

  • Lagerung mit leicht erhöhtem Oberkörper
  • ständige Kontrolle der Vitalfunktionen
  • bei Bewußtlosigkeit stabile Seitenlage
  • Atemspende bei unzureichender Atmung oder Atemstillstand 
  • Sterile Wundversorgung; ausgetretene Hirnmasse wird locker, steril abgedeckt.


Infolge einer Schädel-Hirn-Verletzungen kann es zu Gefäßzerreißungen im Schädelinneren kommen. Die Folge ist eine sich oft nur langsam entwickelnde Blutung. Einige Patienten können deshalb nach anfänglicher Bewußtlosigkeit wieder aufklaren, bevor der langsam im Schädelinneren aufbauende Druck Auswirkungen zeigt. Diese Phase wird auch als das (symptom)freie Intervall bezeichnet. 


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