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Erste-Hilfe: Verbrennung


 
Erste Hilfe - online
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Verbrennungen


Eine Verbrennung entsteht durch termische Einflüsse auf den Körper. In Folge kommt es zu schweren Schädigungen der Haut und zum Teil des tieferliegenden Gewebes mit Auswirkungen auf den gesamten Organismus kommen. Verbrennungen können durch auf die Haut einwirkende hohe Temperaturen, durch Strahlung und elektrischen Strom, aber auch durch längere Einwirkungsdauer relativ niedriger Temperaturen (z.B. Wärmflasche) ausgelöst werden.
Wird bei Kleinkindern eine Fläche von 10 % der Körperoberfläche, bei Erwachsenen von ca. 15 % der Körperoberfläche geschädigt kommt es zur Ausbildung eines Verbrennungsschocks. Die Folge ist die Störung von Vitalfunktionen
Nach einer Verbrennung kommt es zu einem vermehrten Flüssigkeitsaustritt aus dem veränderten Gewebe. Das Abfließen von Flüssigkeit aus der Verbrennungswunde führt zu einer Verminderung der zur Verfügung stehenden Blutmenge. In Folge kommt es zur Ausbildung eines Volumenmangelschocks
Nach Explosions- und Stichflammenverbrennungen bei denen der Verletzte im Augenblick der Wärmeeinwirkung eingeatmet und sich dadurch Verbrennungen im Bereich der Atemwege zugezogen hat, kann es zu akuten lebensbedrohlichen Störungen des Atmungssystems kommen.

Neunerregel
Neben der Schwere der Verbrennung ist für die weitere Behandlung und letztendlich auch die  Überlebensprognose des Verletzten der prozentuale Anteil der verbrannten Körperoberfläche von Bedeutung. Der Anteil der verbrannten Körperoberfläche kann mit Hilfe der Neunerregel abgeschätzt werden.

Schweregrade

Oberflächliche Verbrennung leichte Form
(Verbrennung 1. Grades)

  • Hautrötung 


Oberflächliche Verbrennung schwere Form
(Verbrennung 2.Grades)

  • Blasenbildung und Teilzerstörung der Haut


Tiefe Verbrennung
(Verbrennung 3. Grades)

  • Zerstörung der Haut und des darunterliegenden Gewebes


Maßnahmen bei Verbrennungen

Kleiderbrände werden durch Übergießen mit Wasser, Einwickeln in Decken oder durch Rollen des Verletzten auf dem Boden abgelöscht
Entfernen aller nicht mit der Brandwunde verklebter Kleidungsstücke
Kaltwasseranwendung, möglichst unter fließendem Wasser (mindestens 15 - 20 Minuten)
Keimfreies Abdecken der Brandwunde
Wärmeerhaltung
Beruhigender Zuspruch
Ständige Kontrolle der Vitalfunktionen
ggf. Atemspende
ggf. Schocklagerung

Grundsätzlich dürfen keine Hausmittel angewendet werden.


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