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Rettungshubschrauber
Ein Rettungshubschrauber wird immer dann eingesetzt, wenn ein schneller Notarzteinsatz notwendig ist oder kein Notarzt auf einem bodengebundenen Rettungsmittel zur Verfügung steht, bzw. wenn die speziellen Vorteile eines luftgebundenen Einsatzes gefragt sind:
Die Vor- und Nachteile der Durchführung eines Fluges müssen gegeneinander abgewogen werden. In Zweifelsfällen trifft der Pilot die Entscheidung, er hat die Verantwortung für die Sicherheit seines Hubschraubers und der Besatzung. Rettungshubschrauber verfügen über sogenannte Kartuschenstarter um schneller abheben zu können. Die Mindestausstattung orientiert sich hinsichtlich der medizinischen Geräte, Medikamente und Materialien am Notarztwagen. Diese ist durch die DIN 13230-3 geregelt. Eine Versorgung vor Ort und während des Transportes kann auf notfallmedizinischem Niveau erfolgen. Die Ausrüstung kann für spezielle Anforderungen, beispielsweise im Gebirge, erweitert werden.
Die Besatzung eines deutschen RTH besteht in der Regel aus dem Piloten, einem Notarzt und einem HEMS Crew Member, einem speziell ausgebildeten Rettungsassistenten. Bei bestimmten RTH-Typen gehört zur fliegerischen Besatzung zusätzlich ein Bordwart. Fallweise werden auch Praktikanten mitgenommen. Pilot und Bordwart sind Angestellte des Betreibers. Der HEMS Crew Member ist oft Angestellter der Hilfsorganisation, mit der der Betreiber eine Partnerschaft eingegangen ist, selten beim Betreiber selbst angestellt (Ausnahme etwa die Hubschrauber der Bundeswehr). Der Notarzt ist ein Arzt des Krankenhauses, an dem der RTH stationiert ist, in vielen Fällen leistet er in der einsatzfreien Zeit normalen Stationsdienst. In Österreich werden Rettungshubschrauber mit einem Notarzt, einem Piloten, sowie einem zum HEMS Crew Member ausgebildeten Notfallsanitäter besetzt. Bei einigen RTHs, die vorwiegend in alpinem Gelände eingesetzt werden, ist als viertes Besatzungsmitglied ein ebenfalls speziell geschulter Bergretter an Bord. Hauptsächlich aus finanziellen Gründen wird aber auch auf diesen Hubschraubern zunehmend die Besatzungszahl auf drei reduziert, in diesem Fall müssen die Notfallsanitäter die Bergretter-Ausbildung, sowie eine Flugretter-Schulung absolvieren.
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